Abendrot
Still versank ich in den Träumen,
die da schwanden nah den Bäumen.
In den Lüften zog ich Streifen,
ließ den Dunst gar von mir schweifen.
War entzückt und voller Anmut,
fast entrückt in ferner Rotglut,
als der Himmel mich empfing
und ich an seinen Lippen hing.
Zarter Abschied dieses Tages,
war sicher, an der Kälte lag es,
dass ich im Tale kaum verspürte,
was mich da oben tief berührte.
© Holger Rudolph 2003