Feentanz

Im Zauberwald zu sehn‘,
in fabelhaftem Tanz.
es scheint wie Samt zu wehn‘,
ihr Haar in goldnem Glanz.

Sie schwebt so leicht dahin,
in schwerelosem Sein,
nach mehr steht ihr der Sinn,
in lichtumwobnem Schein.

So lädt sie ein zum Reigen,
die Feenschar der Nacht.
Und allen, die sich zeigen,
schenkt sie ihr Herz und lacht.

Im Funkenschlag der Kreise,
ein Spiel in alter Weise,
sieht man ein freudig Treiben,
mit sprühenden Geschmeiden.

Und wenn das Auge leuchtet,
wird offenkund im Lied,
dass niemand von hier fliehet,
bis Tau das Grün befeuchtet.

Alsdann im Morgengrauen,
schlafen ein im Flügelkleid,
ganz köstlich anzuschauen,
die Feen in Friedlichkeit.

Und doch – in bunten Träumen,
setzt jedes für sich fort,
im Moos, in Eichenbäumen,
den Tanz an jenem Ort.

 
symbol
© Holger Rudolph 2011