Jahreswende

Wenn sich das Jahr dem Ende neigt
und sich das Licht im Eis verzweigt,
ist beschaulich in der Wende,
was geformt in mancher Hände.

In des Glückes Stille sodann harrend,
blinzelnd auf die Schönheit starrend,
will ich für den Moment vergessen,
was mich geplagt und aufgefressen.

Das Vergangne lässt nun ruhn,
wer nach vorn blickt, in dem Tun,
sich beständig zu erneuern,
- und diesmal -
ohne sinnloses Beteuern.

symbol
© Holger Rudolph 2007