METAMORPHOSE
Er trat ans Ufer des Lebens, schweigend, sein Antlitz spiegelnd im Strom der Zeit, fassungslos. Was in Jahren erschaffen, zerklüftet, aus Furchen unsichtbarer Dimensionen des Seins. Er blickte auf, verloren, in des Horizontes verschwommener Ferne, verirrt. Er legte den Kopf in die Hände, ruhend, sank ab zum Nukleus der Seele, hoffend, aus den Tiefen des Selbst sich zu erklären. Doch, als er sich traf, staunend, über des anderen Ich, fragend, erwachte er aus dem Traum, sehend. © Holger Rudolph 2003 |