Mondlicht

Am Horizont die letzten Strahlen,
deiner Mutter Nacht bricht an.
Steigst hinauf und löschest Qualen,
gezeichnet tags im kreisend Bann.

Silhouette friedlich weich,
am Horizont ganz silbern fein.
Wanderst leis durch's Sternenreich,
von dort bricht auf manch Träumelein.

Gelegt der Schein auf Feld und Wald,
nun hört alsbald der Eule Ruf,
wie er klar durch Äste schallt,
als ob ihn Luna grade schuf…

…knistern Tierlein durch's Geäst,
der kühle Wind im Dickicht bläst,
rauscht der Bäume Blätterkleid,
scheint von aller Last befreit.

Legt alles Denken diesem nieder,
lasst Mondlicht sein des Friedens Kraft,
durch welch des nächtens immer wieder,
das Herz zur Sonn' das Leben schafft.

  symbol
© Holger Rudolph 2011