Schmetterling

Deiner Flügel Zierde scheint so zart,
dass mein Herz ihr Schlagen wahrt.
Als wär’s des eignen Lebens Pochen,
in Mustern gar so scharf gestochen.

Dein Flattern mir die Freiheit gibt,
in Gedanken zu verweilen,
um zu spüren - ungesiebt,
an was es lohnt zu feilen.

So schweb ich sanft und leicht dahin,
nach nichts Schwerem mir der Sinn,
und erkenn‘ in solchem Gleiten,
will jetzt lieben, will mich weiten.

Sich zu wandeln gilt es schon,
zu entschlüpfen dem Kokon,
damit das Leben Früchte zeige,
saftig am behängten Zweige.

So erkenn ich nun am Flug,
dass mit Hoffnung und mit Mut,
meine Flügel auswärts streben,
und mein Schlagen - ist das Leben.

symbol
© Holger Rudolph 2010